Das Bissendorfer Moor
Auszug aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

letzte Änderung 4.10.2013

                                                                                        ReliefkarteMoor
                                                                                                 Baumfreie Fläche des Bissendorfer Moores mit Muswillensee

 

Das Bissendorfer Moor ist eine 110 ha große Hochmoorfläche westlich von Bissendorf in der Wedemark und zu einem großen Teil auch auf dem Gemeindegebiet von Langenhagen im Ortsteil Kaltenweide. Es liegt innerhalb der Hannoverschen Moorgeest. Das Bissendorfer Moor gilt als das am besten erhaltene Hochmoor in Niedersachsen. Es ist Teil eines gleichnamigen, rund 500 ha großen Naturschutz- und FFH-Gebietes ist. Die Mächtigkeit der Torfschicht beträgt bis zu 7 m. Ein historisch bedeutsamer Ort ist der zur Hälfte zu Langenhagen und zur Wedemark gehörende Muswillensee.

Entstehung
Das Moor entstand vor etwa 3.000 Jahren aus einem Sumpf, der von Bruchwald bestanden war. Etwa zur gleichen Zeit bildete sich der im Süden des Moores liegende Hochmoorsee Muswillensee. Die Moorfläche war einst rund 1.000 ha groß. Im Laufe der Zeit wurden 200 ha landwirtschaftlich kultiviert und rund 700 dienten dem Torfstich.

Beschreibung
Das Bissendorfer Moor ist ein naturnahes Hochmoor, das großflächig baumfrei ist. Die Moorfläche ist uhrglasartig aufgewölbt und in den Feuchtbereichen herrscht die typische Moorvegetation mit Moosen und Torfmoosen. Auf den trockneren Flächen sind es Glocken-Heide und Besenheide sowie Wollgräser. An den Randflächen gibt es an Baumarten Birken und Kiefern. Als ein Torfunternehmen seine Abbaufläche im Moor vergrößern wollte, erfolgte 1971 die Unterschutzstellung als Naturschutzgebiet auf fast 500 ha Fläche. Eine Untersuchung des Moores 1977 ergab, dass es 108 verschiedene Moosarten gab, was im Vergleich zu anderen Mooren ungewöhnlich hoch ist. Die Zahl der Arten bei den Blütenpflanzen betrug 80, wobei die meisten aber nicht auf der zentralen Hochfläche des Moores vertreten waren. Im Herbst dient das Bissendorfer Moor als Rastplatz für Kraniche. Im Moor befanden sich früher Birkhühner, heute wird man vergeblich danach Ausschau halten, sie sind aus der Moorlandschaft verschwunden.

Es ist beabsichtigt, mit dem Bissendorfer Moor ein besonders wertvolles Hochmoor zu erhalten. Dazu wird die Moorfläche regelmäßig gegen Baumwuchs entkusselt. Die zum Abtorfen angelegten Entwässerungsgräben wurden verfüllt.

 

Eine Bildergalerie mit alten Bildern von A. Buschbaum finden Sie hier  
        Eine Bildergalerie mit heutigen Bildern von Karl Schilling und anderen Autoren finden Sie hier


TOP50-LGN

DAS  BISSENDORFER  MOOR  (Broschüre "MoorIZ")

Auszüge aus der Scherenbosteler- und Wiechendorfer-  Chronik  
von Annemarie Buschbaum (
2008/2010)

 

 Das an Wiechendorf und Scherenbostel im Süden (bzw. Südwesten) angrenzende Hochmoor hat den Namen

 

                   BISSENDORFER MOOR:

                   der westliche Teil wird WILDES MOOR,

                   ein kleiner östlicher KAHLES MOOR genannt.

 

Moorbesitzer der vielen schmalen Streifen sind außer Scherenbosteler und Wiechendorfer auch Landwirte der umliegenden Ortschaften.

                                                                                             

Das in Jahrtausenden gewachsene  BISSENDORFER MOOR ist ein Hochmoor, das in Gebieten mit reichlich Niederschlägen entsteht und keine Verbindung zum Grundwasser hat, nährstoffarm und im Grundzustand baumlos ist. Das früher sehr ausgedehnte Moor diente seit Jahrhunderten dem Torfabbau, mit dem die Bauern nicht nur den eigenen Brennstoffbedarf deckten, sondern als "Zubrot" benötigten durch den Verkauf der gestochenen und an der Sonne getrockneten Torfsoden nach Hannover  -  siehe auch:

 

         "Amtsschreiber Fr. Wyneken 1746-1754 Amt Langenhagen:

            Die Bauern konnten durch den Verkauf der Torfsoden schlechte Ernten ausgleichen:

            "Die Bearbeitung daßselben ist einer der vorzüglichsten Vorwürfe des Haushalts

            der Untertanen, da eine glückliche Torfernte ihnen selbst den Mangel der Frucht-

            ernte erträglich machen kann, der Verlust jener aber durch diese nicht ersetzt werden

            kann." Er war zuversichtlich, daß "bei der jetzigen Einrichtung der Möhre und

            deren naürlichen Beschaffenheit und Größe in entfernten Jahren noch kein Mangel

            daran zu besorgen ist".

            ( Langenhagener Echo 25.5.1972 W. Bode u. Landkr.Ztg7.1.91 V. Groß) "

 

In der Neuzeit wurde für den eigenen Bedarf abgetorft  (die Städter heizten mit Kohlen) und die Randgebiete des Moores wurden kultiviert – Wiesen und Felder entstanden und wurden durch die Verwendung von Kunstdünger ertragreich (für die Landwirtschaft lebenswichtig).

 

         Auch wir Neu-Scherenbosteler bekamen in den Nachkriegsjahren

         Torfmoor zugeteilt, sahen beim Torfstechen zu und ringelten die

         Torfsoden auf den festen Dämmen dann zum Trocknen (jede Woche

         umwenden!), um dann unsere Herde u. Öfen damit im Winter zu  heizen.

 

Im westlichen Teil, dem WILDEN MOOR, haben die meisten Wiechendorfer ihre Stichparzellen – nach Vorentwässerung in der Moorparzelle kommt das Abplaggen der oberen Pflanzenschicht und das Torfstechen kann beginnen:

Mit dem schmalen Torfspaten werden lange Soden abgegraben und auf der Dammkante zum Trocknen aufgestellt, "geringelt" – nach vielen Wochen können sie dann mit dem Torfschiebekarren abgefahren werden  (eine Abfuhr mit Pferd und Wagen war bei einigen festen Dämmen auch möglich).

                                                                                             

 

Mit Moorbränden mußtte jedes Jahr gerechnet werden, manchmal auch mehrmals – meist ein natürlicher Vorgang, der den Baumwuchs in Schach hielt. Immer wieder: Alle Mann an die Brandränder und versuchen, meist mit Birkenreisern (erst später auch mit Feuerpatschen) den Brand einzudämmen und zu löschen. Doch z.B. 1925 wird von einem besonders großen Moorbrand berichtet – da lasse ich die Scherenbosteler Schulchronik (Lehrer Franke) sprechen:

"Mitte Juli 1925 nach einer langen Trockenheit brach auf dem Moore südlich von Wiechendorf Feuer aus. Es wurde durch die anliegenden Ortschaften gelöscht. Nach  einer Woche brannte das Moor abermals. Der scharfe Ostwind trieb den Brand Richtung Resse, zahlreiche Torfhaufen brannten auf, einem Heitlinger 200.000 Stück. Durch Drehung des Windes nach Süden wurde das Feuer nach NW und auch N gedrückt. Bald fing der Wald links an der Straße nach Resse an zu brennen. Mit rascher Geschwindigkeit eilte das Feuer durch die Kronen der Bäume und sprang in Höhe der Bäume über die Straße. Machtlos standen die Leute dabei. Neben den Einwohnern der Gemeinde waren alle umliegenden Ortschaften alarmiert, wenig angenehm für alle, da die Roggenernte losging. Als Helfer kamen noch Teile der Reichswehr, der Stahlhelm aus Hannover, Maschinenbauschüler aus H. und für einen Tag 80 Arbeitslose. In breiter Front eilte der Brand über die Negenborner Heide, bog durch den eingetretenden Ostwind über die Straße Resse – Negenborn in die Scharreler Heide und ging in den Kreis Neustadt über. Leise Regenschauer dämpften das Feuer, während das Moor bis Ende August qualmte, bis der eintretende Regen das Feuer vollständig löschte.Groß ist der Schaden, den die Landwirte nicht nur unserer Gemeinde erlitten. In Ohlenbostel kam das Feuer bis auf 50 Meter an das Wohnhaus des Landwirts Wöhler heran. In einigen Gemeinden verloren Besitzer ihren ganzen Holzbestand.
Es brannte ab nur in der Ortschaft Wiechendorf: Voltmer 30 Morgen Holz, Mente 26 Morgen, von der Wroge 30, Hackerott 5 Morgen und Heide." 

 Ein weiterer Bericht aus der Schulchronik:
" Der Sommer des Jahres 1904 war außerordentlich trocken. Fast alle fließenden Gewässerversiegten, und selbst die ältesten Leute konnten sich einer solchen Trockenheit nicht erinnern.  Den Tieren mangelte es an Futter, so daß sich viele veranlaßt sahen, ihren Viehbe-stand einzuschränken. Der Johannisgraben bei Schlage wurde sorgfältig ausgeworfen unddadurch Wiesen und das Moor besser en twässert. .  Auf Veranlassung der Regierung wurdenüberall die Notgräben für Feuersbrünste, die ebenfalls ausgetrocknet waren, vertieft und gereinigt . . .“

Vom BISSENDORFER MOOR fließen Gräben nach Westen und Osten, ca 1 km von Wiechendorf  Richtung Resse besteht eine Wasserscheide:

Hier ist der Beginn des "Johannisgrabens", der am Nordrand des Moores entlang nach Osten durch Schlage läuft und in der Wietze endet. Und ein "Schierenborn" genannter Bach lief vom Moor aus nach Westen (s.a. Auter).

 

Nun kommt Heinrich Mohlfeld zu Wort (aus seinem Tagebuch):

Er berichtet, dass in den 1930er Jahren eine Bodenverbesserungsgenossenschaft gegründet wurde, bei der es um Entwässerung ging. Die "Neue Auter" wird erwähnt (hier ist sicher der Wasserlauf, der vom Moor nach Westen fließt, gemeint), Stichgräben, Vorfluter entstanden  - als Hilfe war der Arbeitsdienst  (RAD) eingesetzt.

 

Unser Moor brachte den  hellbraunen Torf hervor.

Bis ca Anfang des 20.Jhd. existierte ein kleines ca 3 Morgen großes Moorgebiet 500 m vom nordöstlichen Rande Wiechendorfs entfernt, in dem das wertvollere schwarze Torf gestochen wurde. Heute noch benutzt man die Bezeichnung "Klutenkuhle" für dieses Waldstück.

Vielleicht wurde auch in Vorzeiten im "Scheelen- oder Schielenmoor" Torf gestochen . . .

                                                                                                        

Nach dem zweiten Weltkrieg versuchten Torfabbaufirmen den Landwirten das Moor abzukaufen. Im Süden des Moores bestand schon ein tiefer Entwässerungsgraben. Schon durch die natürliche Entwässerung (Gräben etc.) war allerhand Baumwuchs entstanden, auch gab es keine Schaf/Schnuckenherde mehr, die die Baumtriebe verbissen -  so hatte  sich das ehenmalige baunmlose Hochmoor verändert.....

 

Nach langem Kampf wurde 1971 das Bissendorfer Moor unter Naturschutz gestellt – ein Kampf , der auch vor allem durch den Einsatz der Wiechendorfer Landwirte (Führung Kurt Mohlfeld) gewonnen werden konnte (Zeitzeugen leben noch!).

Nun hatte alle Unruhe durch "Moortourismus" und "Badeparadies Muswillensee" ein Ende. Allerdings wurde durch die "Entbirkung" – z.T. durch chemische Behandlung der Baumstümpfe (auch Bekämpfung aus der Luft!) auch Schaden angerichtet . . .

Entkusselungsaktionen und Staumaßnahmen zum Erhalt des Hochmoores finden immer wieder statt. Wichtig: Das Niederwildleben, die vielseitige Vogelwelt mit den seltenen Gefiederten wie Brachvogel, Bekassine, Ziegenmelker, Birkhuhn und Kiebitz, auch Sumpfohreule bleiben erhalten (oder erholen sich wieder) und Moorpflanzen wie Wollgras, Sonnentau,  Gagelstrauch/Rauschebeere, Rosmarienheide, Krähenbeeree, Moorenzian können sich weiter entwickeln.

Die Kraniche rasten auf ihrer Durchreise auch im Moor und einige Paare nutzten es schon als Winterquartier.

Etwas unangenehm bemerkbar macht sich allerdings das Schwarzwild.

 

Wir wollen uns auch an Hermann Löns erinnern, der auf dem Wege vom Bissendorfer Bahnhof nach Wiechendorf und dem Moor oft Rast am Husalsberg machte – s.a. das Relief seines Kopfes, eingelassen in die Hofmauer des Voltmerhofes (leider abhanden gekommen).

 

DER  MUSWILLENSEE

Der Muswillensee inmitten des Moores ist ein sogenannter "Kolk", in dem sich überschüssiges Wasser aufgestaut hat. Auch durch größere feuchte Vertiefungen entsteht so ein "Moorauge". Er ist einer der letzten Hochmoorkolke in Norddeutschland.

 

Das Moor und der Muswillensee hatte eine Bedeutung als Grenzpunkt:

Zwischen 983 und 993 wurde durch Kaiser Otto III die Grenze zwischen

Engern und Westfalen (auch Diözesangrenze zw. Minden u. Hildesheim)

festgelegt und ein Punkt an der Grenze wird als "Lac Eil" bezeichnet

("Lac" = Vertiefung, Grenzmarke, auch Sumpf, Loch im Moor; "Eil" = Sumpf)

- Lac Eil kann demnach "Grenzmarke aus Sumpfwasser" bedeuten und das

trifft auf den Muswillensee zu. Auch 1250 blieb der See ein Punkt auf neuen

Grenzen. 1717 (Nds.StaatsarchivHann.31b/6m) ist auf Karten die Nebenbezeichnung

"wildes meer vel heiliges meer" zu sehen (heilig = unverletzlich = nicht versetz-

barer Grenzstein).  Die Grenze verläuft zu Kaltenweide hin auch heute mitten

durch Moor und See.

 

Für uns Heutige hat der Muswillensee immer etwas Unheimliches. Kein Wunder, denn die nachfolgende Sage wird von ihm erzählt: 

"Einst stand hier ein prächtiges Schloß, in dem ein reicher Amtmann wohnte. Der war sehr geizig und drückte die Bauern mit Abgaben und Frondiensten. Ein armer Bauer hatte ihn am Zahltag seinen Zins entrichtet – aber der Amtmann behauptete nach eingen Tagen, daß er das Pachtgeld noch nicht erhalten habe, und schwur, er wolle mit seinem Schlosse in den Boden sinken, wenn der Bauer ihm das Geld bezahlt hätte. Und siehe – da öffnete sich die Erde und Schloß samt Amtmann sanken in die Tiefe. Das Wasser deckte alles zu.
Das Schloß steht noch bis auf den heutigen Tag unten im See.. Da kann man es bisweilen sehen, doch nur in mordhellen Nächten.
Ein Taucher wollte gerrn wissen, ob wirklich im See ein Schloß stehe. Deshalb stieg er einmal hinab. Als er wieder heraufkam , erzählte er: Ja, da unten stände ein herrliches Schloß  und mittendrin befände sich ein Tisch, daran säßen vier schwarze Männer mit langen Bärten  und spielten Karten. Unter dem Tisch aber läge ein großer schwarzer Hund an einer goldenen Kette. Nun wolle er noch einmal hinunter und versuchen, dem Hund die goldene Kette abzunehmen. Käme sein Taschentuch herauf, sei es ein Zeichen, daß es ihmgelungen sei; käme aber Blut, so habe ihn der Hund zerrissen. Darauf sprang er hinab. Doch nach wenigen Minuten quoll Blut aus der Tiefe herauf und der Taucher ist nie wieder zum  Vorschein gekommen."

(Nach Kuhn u. Schwartz, Langenhg. Echo Walter Bode, 1.6.1972)
Lassen wir Hinrich Braasch warnen: " . . Noch jümmer ligt de Muswillensee verlaten un verlorn in Moor un wille Heid. Un wullt du en sehn, denn gah hin und sök em. Awer gah jo nich to dicht an de brune Kant, dat de swarte Hund di nich faten deit un mit sin groten scharpen Tähn in den Grund tüht!"

Und auch folgende Geschichte aus den "Döneken" von Roscher/Knibbe passt noch gut "ins Moor":
Hans Stoll sen. aus Schlage-Ickhorst, seines Zeichens Gruppenführer der Feuerwehr OT Scherenbostel in der Löschgemeinschaft Bissendorf-Scherenbostel, erzählt nun eine Begenbeit aus dieser Zeit:

Wir schreiben das Jahr 1946, als eines Tages ein Mann auf den Hof gestürmt kommt: Herr Stoll!-bringt er aufgeregt hervor-Herr Stoll! Im Moor liegt eine Leiche!  Wie, was, wo ? Mal langsam, sagt Hans Stoll beschwichtigend zu dem Fremden. Erzählen sie mal ganz von vorne!  Ja, also, ich bin da am Torfmachen –ganz in der Nähe vom Muswillensee und sehe doch so halb im Wasser und halb am Ufer einen Toten liegen; auf dem Bauch, so dass ich ihn nicht  erkennen kann. Er hat eine dunkle Hose an, und die Hemdsärmel sind aufgekrempelt. Seine Mütze liegt keine fünf Schritte von ihm entfernt im Gras. Keine gute Nachricht, aber ich kümmere mich drum, brummt Stoll.-Danke! Bald schon macht sich Hans Stoll zusammen mit einem Feuerwehrkameraden auf, um nach dem Rechten zu sehen.
Tatsächlich: Da liegt ein Toter, wohl schon einige Tage lang. Die beiden betrachten die Szene genau und kommen nicht umhin, etwas zu unternehmen. Schade, dass der Kerl nicht auf Kaltenweider Gebiet liegt, befinden sie nach einigem Hin und Her. Denn quer durch den See verläuft die Gemarkungsgrenze zwischen Wedemark und Langenhagen-Kaltenweide. Was ist in so einer Situation zu tun? Klaren Kopf behalten!  Zwei Mann, eine Leiche, sengende Hitze von oben, das nasse Moor von unten und der Weg zum Moorrand weit! Sie fackeln nicht lange und packen zu. Nach getaner Arbeit waschen sie sich die Hände in dem unschuldigen Wasser des Moores und gehen zufrieden nach Hause. Nun bleibt nur noch, die Feuerwehr der Nachbarn zu verständigen, dass am Ufer des Muswillensees ein Toter gefunden wurde, der auf Kaltenweider Gebiet liegt und von der dortigen Wehr geborgen werden muss. Die sind begreiflicherweise über diese Nachricht nicht erfreut, versprechen aber, gleich mal nachzusehen.
An sich scheint die Sache für die Scherenbosteler Feuerwehr damit erledigt. Am nächsten Morgen jedoch klingelt das Telefon bei Hans Stoll  und die Wehr aus Kaltenweide ist dran: „Ja, also, der Tote am See –so tönt es mit Bedauern in der Stimme  aus der Muschel-  der liegt doch auf eurem Gebiet. Wir waren nämlich mit 4 Mann dort, die das alle bezeugen können. – Tut mir leid, Hans !“  Verdammt! – Ausgetrickst! flucht Stoll und knallt den Hörer auf die Gabel. Bei einem Kontrollgang findet er seine Befürchtungen bestätigt: Die Leiche liegt doch tatsächlich wieder an derselben Stelle am Muswillensee wie vordem und musste selbstverständlich geborgen werden......
(Anmerkung: Wer der Tote war oder woran er starb, ist nie bekannt geworden)

 

 

Die Region Hannover  über das BISSENDORFER MOOR :

(aus einem Schreiben v. 26.07.2011 an den Realverband Scherenbostel)

 

         " . . Im Zentrum des Bissendorfer Moores befinden sich die einzigen

         Hochmoorflächen in "heiler Haut" und somit die wertvollsten Hoch-

         moorflächen in ganz Niedersachsen. . . .

 

         Außerdem wurde das "Bissendorfer Moor" aufgrund seiner hohen Bedeu-

         tung der Europäischen Gemeinschaft als ein sogenanntes Flora-Fauna-

         Habiat-Gebiet (FFH-Gebiet) gemeldet . . . "